Vlog #3: Heavy Metal

Wie versprochen geht es dieses Mal dem Motor an den Kragen. Ziel ist es, den überholten Chevrolet Small Block inklusive dem gereinigten Getriebe als eine Einheit in den Motorraum zu bekommen – doch um das zu erreichen, muss der Motor erstmal heil vom Motorständer runter…

Vlog #2: Unverhofft kommt oft

Das zweite Vlog aus der Mysteriösen Halle: Eine Woche nach den Arbeiten an der Bremsanlage konnte ich eine Arbeit abschließen, die ich monatelang vor mir hergeschoben habe – das sorgt für ein gutes Gefühl und schafft die Grundlage für die nächsten, großen Schritte!

Überholung des Verteilers

Gerne übersehen und doch elementar wichtig für einen gut funktionierenden Motor: Der Verteiler eines Chevrolet Small Block V8.

Meiner hatte die besten Zeiten definitiv hinter sich. Leichte Korrosionsspuren und deutliche Verschleißerscheinungen an den verbauten Komponenten machten eine Überholung obligatorisch: In diesem Zustand hätte einfach gar nichts mehr funktioniert.

Grundsätzlich ist eine solche Überholung kein Hexenwerk und nahm maximal 1,5 h in Anspruch. Die Demontage des Verteilers ist mit etwas Vorsicht und entschlossenem Vorgehen keine große Schwierigkeit. Ein Sicherungsstift wird herausgetrieben, danach lässt sich der Verteiler in Welle, Fuß und die Verschleißteile zerlegen.

Am Fuß des Verteilers sind die Verschleißteile in Form des Zündmoduls und der Pick-Up-Coil befestigt. Diese beiden Komponenten werden bei Motorrevisionen gerne übersehen, sind aber elementar wichtig für die korrekte Funktion des Verteilers. Sollte eurer Motor nicht sauber laufen, nehmt euch diese Bauteile einmal vor!

Der Fuß wurde von Korrosionsspuren gereinigt und das Zündmodul mit neuer Wärmeleitpaste verbaut. Der Einbau der Pick-Up-Coil ist ebenfalls recht einfach, jedoch ist auf den korrekten Sitz der Spule achten und das Kabel sauber zu verlegen.

Der Zusammenbau erfolgt nach Reinigung und einölen der Welle in berühmt berüchtigter „umgekehrten Reihenfolge“. Ein neuer Verteilerfinger mit neuer Verteilerkappe machen die Überholung (und die Optik) perfekt.

Wir halten fest: Wieder ein kleiner Baustein Richtung funktionsbereitem V8-Motor und restauriertem Pontiac Trans Am!

Die Entstehung eines V8 (Teil 3)

Im dritten und letzten Teil der Serie meiner Motorrevision kommt neben den fehlenden Teilen auch endlich Farbe ins Spiel.

„Keine Kompromisse bei der Motorrevision.“

Dieser Leitlinie bleibe ich treu: Wochenlang habe ich alleine den korrekten Farbton für den Motorblock gesucht. Insider wissen, dass die V8-Motoren der Pontiac Firebird des Modelljahres 1982 noch blau lackiert waren, während ab 1983 im gesamten GM-Konzern die Farbe schwarz verwendet wurde.

Schwarz hätte es deutlich einfacher gemacht, existieren doch mindestens drei verschiedene Blautöne dieser Epoche. Entschieden habe ich mich für „Chevrolet Blue“ des Korrosionsschutz-Depots, schlußendlich eine weise Entscheidung. Das Ergebnis entspricht nicht 100%ig dem Originalfarbton, kommt aber sehr nahe heran und sorgt für einen angenehmen Farbkleks im Motorraum.

Bevor die Farbe aufgetragen werden konnte, galt es noch die Ölwanne zu montieren. Die Ansaugöffnung der Ölpumpe muss im korrekten Winkel bzw. der korrekten Höhe montiert werden, um einen Abriss der Ölversorgung in schnellen Kurven zu vermeiden.

Um das zu erreichen, misst man die Tiefe der Ölwanne auf Höhe der Ansaugöffnung. Ebenfalls zu messen ist die Höhe der Ansaugöffnung, siehe Bilder der Galerie. Nach der Einstellung des korrekten Maßes wird die Ansaugöffnung mit einem schnellen Schweißpunkt fixiert.

Ein letztes Todo vor Abschluss der generellen Motorarbeiten befand sich noch auf der Rückseite des Blocks: Drei Öffnungen waren noch zu schließen, an die ich aufgrund des Motorständers nicht herankam. Mir blieb also nichts anderes übrig, als den schweren Motor mit einem Kran zu heben, zu sichern und die Öffnungen mit Kernlochdeckeln zu schließen. Arbeiten, die kaum der Rede wert sind, aufgrund der Vorbereitung aber relativ aufwendig sind.

Nach Montage der lackierten Ansaugbrücke steht er nun also vor mir, der fast fertiggestellte Chevrolet Small Block V8. Es fehlen Kleinteile wie Geber und Sensoren und Anbaubauteile wie Vergaser und Verteiler. Diese finden in den nächsten Wochen ihren Weg an den Motor, nachdem diese Stück für Stück aufgearbeitet werden.

Dies war der letzte Teil dieser kurzen „Die Entstehung eines V8“ Serie, über die weiteren Arbeiten werde ich individuell und nach Bedarf berichten.