Abschlußtreffen des Project-KITT e.V. in Stuttgart

Ein schöner Tag am Mercedes-Museum in Stuttgart, umringt von mehr als einer Handvoll KNIGHT-Replicas – das gibt es nur im Project-KITT e.V.

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit, das nächste Treffen des Project-KITT e.V. fand statt – nachdem ich an dem ersten Treffen des Jahres in Moers teilnahm, in Elspe und Hannover allerdings pausieren musste, war ich diesmal wieder mit K.I.T.T. (in zivil ;)) dabei.

Anfahrt
Mit mehreren K.I.T.T.-Replicas und einigen Basis-Firebirds ging es Richtung Museum…

Yann und seine Frau Bica haben nicht zuviel versprochen und ein wunderschönes Wochenende organisiert. Nach der Anreise am Freitag, die ich aufgrund einer beruflichen Weiterbildung erst gegen 20:45 Uhr, dazu noch hochgradig erkältet, antreten konnte, begann der Hauptevent am Samstag gegen 10 Uhr.

Gesamtaufnahme
Vor dem Mercedes-Museum ließen sich tolle Fotos schießen, die Zuschauer waren begeistert…

Wir machten uns auf zu einem örtlichen Waschplatz, an dem nahezu alle Fahrer ihre Fahrzeuge frisch machten – ingesamt waren wir neun KNIGHT-Replicas und ca. fünf „zivile“ Firebirds. Der Weg führte uns anschließend quer durch Stuttgart zum Mercedes-Benz-Museum… nicht nur davor, sondern wirklich DAVOR – wir befuhren den eigentlich gesperrten Vorplatz und stellten unsere Fahrzeuge vor die Fassade des außergewöhnlichen Gebäudes.

Dies war natürlich nicht „spontan“ entschieden, sondern es wurde im Vorfeld durch Yann und Bica abgeklärt, eine absolut gelungene und auch für die anwesenden Touristen sehenswerte Aktion.

Parkplatz erreicht
Zum Feiern ging es in eine Halle eines Autohauses, alles war perfekt organisiert…

Nach einer ausführlichen Führung durch das Museum, die für mich als Alltags-Winterschlampen-Mercedes-Fahrer besonders interessant war, ging es in aller Ruhe über den Waschplatz (Autos einsammeln) zum Arbeitgeber von Yann, wo wir den Abend bei einem gelungenen Catering, fachsimpeln über Replica-Teile und freien Interpretationen von Diskusssionsverläufen innerhalb der Community und jeder Menge Spaß ausklingen ließen.

Den Weg nach Hause traten wir am Sonntag vormittag an – es bleibt die Erinnerung an einem tolles Treffen, bei de ich wieder einmal nette neue Menschen kennenlernte – meine besonderen Grüße gehen an dieser Stelle an Susanne und Oliver („Teddy“ ;)), den ich als Beifahrer am Sonntag wirklich vermisst habe. Ich freue mich schon auf das Wintertreffen des Vereins, dann allerdings ohne Firebird unter dem Hintern… :)

Mit K.I.T.T. quer durch Köln

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – in dem Fall nach 220 km quer durch das Kölner Umland. Heute war eine Premiere für K.I.T.T. und mich – unsere erste Rallye!

Die „Interessensgemeinschaft Altes Blech“ aus Köln hat zur 26. Veteranenrallye eingeladen und mehrere dutzend Oldtimer, Youngtimer und einfach interessante Fahrzeuge sind der Einladung gefolgt.

Inmitten von Oldies
K.I.T.T. war mit das jüngste Fahrzeug am Start, wurde aber freudig aufgenommen…

Auf über 220 km Wegstrecke ging es quer durch Köln und das Kölner Umland – selbst an der mysteriösen Halle fuhren die Autos vorbei, natürlich ohne es zu wissen… ;) K.I.T.T., meine Beifahrerin und ich hatten die Ehre, einen sehr eleganten Konvoi anzuführen, bestehend aus einem schwarzen Firebird (ratet bitte, wer gemeint ist ;)), einem Jaguar E-Type und einem Porsche 911, deren Fahrer und deren Beifahrerin ich an dieser Stelle sehr gerne grüßen möchte!

Das Wetter spielte mit, 90 % der Strecke wurden offen zurückgelegt. Die Organisation war über jeden Zweifel erhaben und es machte einfach Spaß, an diesem Event teilzunehmen. Der Abend wurde in einer stilechten Schrauberhalle zum Ausklang gebracht, bei frischen Grillgut und einem kühlen Blonden.

Der Fahrer bei der Arbeit
Neben den Aufgaben für die Beifahrer gab es in der Pause auch für den Fahrer etwas zu tun…

Ich sage der „IG Altes Blech“ an dieser Stelle DANKE, kündige meine Teilnahme für die 27. Veteranenrallye an und rufe alle Fahrer „außergewöhnlicher“ Autos dazu auf, ebenfalls teilzunehmen – es lohnt sich!

Falls die Frage nach der Platzierung auftaucht, es wurde ein Platz im vorderen Mittelfeld – für die erste Rallye waren wir alle sehr zufrieden…

Weitere Bilder gibt es auf der Website des Veranstalters, auf die ich an dieser Stelle gerne verweisen möchte:

Zur Website der IG Altes Blech mit vielen weiteren Bildern »

Getriebe? Halt ma!

Tja, wenn es rappelt und schlägt sollte man einmal nach der kleinen Gummihalterung unter dem Getriebe schauen…

Das Getriebe unserer F-Bodies ist am hinteren Ende in einer Gummihalterung gelagert, und diese gibt im Laufe der Jahre gerne mal auf. Was dann passiert, klingt schlimmer als es wirklich ist: Es rappelt. Und zwar nicht nur im Karton, sondern bei jedem Lastwechsel und schnellem (:)) anfahren…

So auch bei K.I.T.T., der mittlerweile knapp 2.000 km nach seiner Wiederinbetriebnahme abgespult hat – nur Kleinigkeiten sind passiert, die Wischwasserpumpe wurde getauscht, der Schalter für die Heckscheibenheizung wurde wieder verbaut und die Scheibenwischerblätter gewechselt. Nun also am Montag abend eine kleine Reparatur, die aber bereits auch schon zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme fest standt: Der Austausch der Getriebehalterung.

Flieg, junger Adler
Ab auf unsere Hebebühne und los gehts mit den Arbeiten…

Ab auf unsere Hebebühne und los gehts mit den Arbeiten…

Wagen ab auf die Bühne (wohl dem, der eine hat) und der Getriebeheber unter das Auto – wir löschen schließlich eine Halterung und so ein Getriebe wiegt schon ein paar Kilogramm. Die Quertraverse wird mit vier Schrauben am Träger plus einer an der Halterung gelöst, anschließend liegt die Halterung frei und wird mit zwei weiteren Schrauben entfernt. Auf den Bildern ist schön zu sehen, wie sich optisch eine intakte Halterung von der defekten Halterung unterscheidet – letztere war bei mir zweiteilig, ich konnte mir das lösen der Schraube an der Quertraverse (anfangs) sparen… :)

Alt gegen Neu
Schnell wird deutlich, woher die Geräusche während der Fahrt kamen…

Schnell wird deutlich, woher die Geräusche während der Fahrt kamen…

Alles wieder zusammengebaut und es herrscht Ruhe – im Karton, beim Anfahren, überall. Dank Pressluftschrauber und Bühne hat der Wechsel bei mir ca. 20 min. gedauert, inkl. gemütlichem Saubermachen. Ohne diese Hebehilfe und mit einem Wagenheber sollten schon 45 – 60 min. einkalkuliert werden, alles in allem aber eine überschaubare und preisgünstige (Ersatzteil kostet unter 20,- Euro) Aufgabe.

An Ort und Stelle
Sauber eingesetzt und schnell verschraubt – der Wechsel ist binnen 15 Min. erledigt…

Sauber eingesetzt und schnell verschraubt – der Wechsel ist binnen 15 Min. erledigt…

K.I.T.T. läuft weiter – und er läuft, und er läuft, und er läuft, … – jetzt werde ich mal langsam angehen, dass ich auch meine Scheinwerferdeckel und den Haubeneinsatz lackiert bekomme, poliert ist er auch noch nicht… :)

Es wird nicht langweilig!

Der Traum vom Trans Am

Man soll nicht sein Leben träumen, sondern seine Träume leben – oder bei dem Versuch sterben…

Ab und passieren Dinge im Leben, die sich nicht mit dem Begriff „Zufall“ erklären lassen – hierzu gehört auch die Geschichte, die mich zu meinem Trans Am führte, den ich gestern in der Schweiz abholte.

Es geschah an einem Abend im vergangenen Monat. Es war spät, ich wollte gerade den iMac ausschalten und ins Bett gehen, da rutsche mein Mauszeiger erneut über den Bandit-Online-Link, den ich an diesem Abend schon oft angeklickt hatte. Der Link führte mich ins Forum und eine Anzeige weckte mein Interesse: „Was ist ein 82er Trans Am wohl noch wert“.

PMD. Original.
Der Trans Am ist mit einer tanfarbenen Innenausstattung ausgestattet, die exakt der in „Knight Rider“ verwendeten Farbe entspricht…

Ich zuckte zusammen bei diesem Satz, wie bei allen Dingen, die mit einem „Early Bird“, also den Fahrzeugen der Modelljahre 82-84 zu tun haben. Ich klickte auf den Beitrag und las eine Verkaufsanzeige aus der Schweiz. Der Verkäufer, innerhalb von BO als Kokuyo bekannt, trennte sich von seinem roten Trans Am. Ich war seit Jahren an diesem Auto interessiert, bzw. hatte die Beiträge von Kokuyo bei BO und in anderen Foren stehts aufmerksam verfolgt. Innerhalb von zwei Minuten war meine Private Nachricht an Kokuyo fertig und ein Dialog entwickelte sich.

An den folgenden Tagen schickten wir uns dutzende PN’s hin und her. Er erzählte mir alles und schickte mir Unmengen an Detailfotos – ich habe noch nie (!) einen Verkäufer gesehen, der sich so viel Mühe gegeben hat, wie er – und ich habe schon ein paar Autos in meinem jungen Leben gekauft… :) Schlußendlich war die Sache nach max. zwei Tagen klar und der Kauf beschlossene Sache.

Auf Spurensuche
Ein Mann und sein Trans Am – so sieht es aus, wenn Träume wahr werden…

Zwei Wochen wurde ich auf die Folter gespannt, bis ich gestern endlich, in einem Flieger Richtung Zürich saß. Ich hatte vorab Verschleißteile besorgt und Kerzen, Finger, Kappe, Kabel, Luftfilter, etc. über die Gepäckausgabe aufgegeben. In der Garage von Kokuyo angekommen, machte ich mich daran, zumindest Kappe, Finger und Kabel zu tauschen.

Nachdem dies erledigt war, konnte der erste Start erfolgen. Ernüchterung: Die Batterie war tot, leider hatte er vergessen, diese zu laden. Mit Starthilfe ging es dann doch, nach wiederrum quälend langen Sekunden lebte der Vergasermotor mit fünf Liter Brennraumvolumen endlich auf… :) Die Batterie jedoch war wirklich hin, für die komplette Fahrt nach Hause durfte ich den Wagen nicht mehr ausschalten – ein Neustart war unmöglich.

Dem Sonnenuntergang entgegen
Die Sonne neigt sich das letzte Mal für längere Zeit über dem Boliden – für einige Jahre muss er noch in die Garage…

Dann ging alles ganz schnell: Den mehr als fairen Kaufpreis an Kokuyo rübergereicht, zur Tankstelle gefahren, getankt und quer durch die Stadt zur Grenze – hier wurde dann noch Einfuhrzoll und Mehrwertsteuer bezahlt, damit der Trans Am nun offiziell in Deutschland willkommen. Björn, der mit mir das Knight-Rider-Board betreibt, kam mich an der Grenze besuchen und leistete erneut Starthilfe – wir erinnern uns, die Batterie war hinüber… :) Den Rest der Fahrt überstand der Trans Am ohne Neustart und ohne weitere Probleme! :)

Um die genauen Eckdaten des Trans Am einmal näher zu beleuchten, hilft vielleicht die folgende Auflistung:

  • 1982er Pontiac Firebird Trans Am
  • 5.0 l LG4 Vergasermotor
  • Rote Koni-Stoßdämpfer ringsum
  • Drei-Gang-Automatikgetriebe ohne Overdrive
  • Nachgerüstete Cowl-Induction-Haube („Formula-Haube“) in rostfreiem Zustand
  • Beige Innenausstattung, mit PMD-Sitzen in fairem Zustand
  • D80-Spoiler auf originaler Heckklappe ohne Heckscheibenheizung
  • 14″ Turbo Cast Rims im Kaufpreis enthalten (mittlerweile verkauft)
  • Guter Allgemeinzustand, Lackierung jedoch verwittert

Wo Licht ist, ist auch ein wenig Schatten:

  • Einer der Kotflügel (Beifahrerseite) wurde gegen einen Firebird-Kotflügel ausgetauscht, das Loch für den Air-Extractor nur grob hineingeschnitten.
  • Die Innenausstattung ist komplett zerlegt (aber wenigstens weitensgehend komplett).
  • Die Rückleuchteneinheiten waren bei Kauf defekt, sind aber mitterweile gegen intakte Bauteile ausgetauscht.
  • Der Dachhimmel ist zerstört und hängt, die T-Tops leider unverhältnismäßig stark zerkratzt (wahrscheinlich durch Lagerung außerhalb des Fahrzeugs).
  • Um die Schweizer Beleuchtungsvorschriften einzuhalten, wurden Parklampen in die originalen Blenden geschnitten – diese sind mittlerweile gegen Alternativteile ausgetauscht.

Der Plan ist, den Wagen zu seinem 30. Geburtstag als Oldtimer in Originalzustand anzumelden und dann erstmal einfach nur zu fahren. Bis dahin muss ich mich gedulden, denn bis dahin bleibt er stehen.

Jedes Mal, wenn ich nun in unserer mysteriösen Halle stehe, schweift mein Blick auf dieses rote Biest – ich kann es kaum erwarten, den Motor anzuwerfen und los zu blubbern… :)