Hochgenommen

Der Firebird ist weg, der Kopf ist frei: Gestern begann ich endlich mit den Arbeiten an dem Trans Am…

Der Trans Am vor der mysteriösen Halle vor Beginn der ersten Arbeiten
Nach einigen vergeblichen Startversuchen konnte ich den Trans Am mit einer geliehen Batterie endlich starten…

Schnell zog es mich gestern Mittag in die mysteriöse Halle, denn heute sollte mein neues Projekt endlich offiziell beginnen. Ich hatte vor, den Trans Am mit der Hebebühne hochzuheben und mir endlich mal alle Ecken anzuschauen, die ich in den letzten vier Jahren nicht betrachtet habe.

Am Anfang war die Batterie das Problem, denn keine einzige in der mysteriösen Halle hat die letzten Monate überlebt. Trotz Überbrückung war der Trans Am nicht zu starten – ein großer V8 braucht doch etwas mehr Strom als die kleineren Motoren. Schlussendlich habe ich mir die Batterie von meinem Freund James geliehen, dank passender Schraub-Klemm-Adapter im Fundus sind solche Probleme keine wirklichen Probleme. Danke an dieser Stelle an James! :)

Schnell war der Wagen von seinem Standplatz entfernt und auf der Bühne geparkt. Auch wenn er Anfangs sehr unschön lief und öfter aus ging, lief er nachher ganz ruhig und eben so, wie es sich für einen V8 gehört. Auf dem Weg nach oben blubberte er noch einige Minuten vor sich hin, während ich die viel zu großen Räder entfernte.

Der Trans Am auf der Hebebühne mit Blick auf das Heck und die Hinterachse
In einer Arbeitshöhe von 2 m lässt sich sehr angenehm am Unterboden, der Achse und dem Motor arbeiten…

James hatte mir seine Winterreifen als Standbereifung geliehen, diese fallen eine Nummer Größe als ab Werk aus. Die Räder, auf denen der Trans Am bisher stand, sind mit meinem Firebird zu Marco nach Hamburg gegangen, auf die Turbo Cast Rims sollen neue Reifen gezogen werden.

Da ich mit dem Reifenkauf bis nächstes Frühjahr warte und mein kleines Knight-Rider-Herz den Anblick mit den zu großen Rädern nur schwer erträgt, habe ich dem Trans Am die Turbo Cast Rims bereits jetzt verpasst… :)

Auf der Arbeitshöhe von 2 m war dann endgültig der Moment der Wahrheit. Von hinten nach vorne schaute ich mir den Wagen von unten an, auch die Ecken, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Auch wenn es die ein oder andere Stelle gibt, die mir nicht gefällt, macht der Wagen einfach eine unglaubliche Lust auf mehr! Das Getriebe sieht z.B. einmalig aus, keine angerosteten Schrauben, keine öligen Stellen – so was ist extrem förderlich für die Motivation, es hätte auch deutlich anders kommen können. Der Klassiker im Schwellerbereich: Eingedrückte Kotflügelaufnahmen. Davon wurde der Trans Am leider auch nicht verschont, hier werde ich Richtarbeiten durchführen müssen. Rost habe ich an dieser Stelle aber bisher nicht gefunden.

Ein Blick auf das seltene TH200-Getriebe mit der markanten Ölwanne
Das TH200-Getriebe mit drei Gängen macht einen optisch hervorragenden Eindruck, das Öl wird das nächste Mal gewechselt…

Da sich der Wagen sowieso in angenehmer Arbeitshöhe befand, habe ich dann noch einige produktive Arbeiten erledigt: Das Motoröl samt Filter wurde gewechselt und die Vorderachse abgeschmiert. Das Getriebeöl ist aufgrund der Kälte in der mysteriösen Halle dann erst im Laufe der nächsten Woche dran. Im Motorraum befanden sich ein paar kleine Stellen mit Korrosion, diese habe ich abgeschliffen und mit „Fertan“ behandelt, einem sehr guten Rostumwandler. Im nächsten Schritt werden die Stellen dann überlackiert.

Da ich vor habe, die Hinterachse gegen eine andere Achse zu tauschen, musste ich den genauen Typ der verbauten Achse erfahren. Dieser dreistellige Code ist bei den GM-Achsen auf dem vorderen Achsrohr der Beifahrerseite eingeschlagen – mit dieser Information konnte ich den Code, 3JH, problemlos ermitteln. Mehr zum Thema „Hinterachse“ werde ich im nächsten Eintrag schreiben…

Dreistelliger Hinterachscode unterhalb der Dreckschicht
Der Hinterachscode lautet „3JH“, die anderen Ziffern beinhaltet Fertigungsdatum und weitere Angaben…

Alles in allem war gestern ein sehr produktiver, motivierender Tag. Ich konnte einige tolle Dinge entdecken, es lohnt sich, die Galerie anzuschauen. Für zukünftige Umbauarbeiten habe ich die Stabilisatoren des Trans Am noch ausgemessen, ebenso einen anderen Satz im Fundus. Dabei fiel mir der extrem dünne Stabilisator der Hinterachse auf – auch hier werden noch Arbeiten stattfinden müssen… :)

Parallel zu den Arbeiten habe ich eine Einkaufsliste angelegt, die sich stetig füllt. Auf dieser steht nun bereits mit hoher Priorität eine neue US-Batterie – der Trans Am sollte schon beweglich bleiben, aktuell steht er ohne Batterie auf der Hebebühne, das ist eher kontraproduktiv.

Im Laufe der nächsten Woche wird es weiter gehen – mit Getriebeölwechsel, ggf. Hinterachsölwechsel und dem weiteren Bearbeiten der Stellen im Motorraum.