Fortsetzung der Demontage

Innenraum mit demontiertem Armaturenbrett und Dämmmaterial

Der Wagen wird bis zum Abschluss der Restaurationsarbeiten nicht mehr bewegt – ich habe mich daher entschieden, mit der Demontage fortzufahren und das Armaturenbrett auszubauen.

Vorab gesagt: Der Ausbau des Armaturenbretts aus einem Pontiac Firebird ist gar nicht so schwer, wie der Anblick der Bilder vielleicht vermuten lässt. Wichtig ist, wie bei vielen Dingen im Leben, die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge.

Armaturenbrett im Fahrzeug
Das Armaturenbrett wird mit weniger Schrauben gehalten als man glaubt. Der Ausbau ist nicht schwierig, wenn man sich an eine bestimmte Reihenfolge hält.

Nach dem Abklemmen der Batterie habe ich die zentrale Steckverbindung an der Firewall der Fahrerseite gelöst. Das Endstück des Steckers, im Service Manual als „C100“ bezeichnet, wird nach dem Entfernen zweier Muttern und Klammern einfach in den Innenraum geführt, zusammen mit dem Armaturenbrett wird der komplette Kabelbaum entfernt.

Steckverbindung C100 im Motorraum
Vor dem Ausbau ist die Steckverbindung im Motorraum zu lösen, ansonsten kann der Kabelbaum nicht mit entfernt werden. Das große Ende der Steckverbindung wird in den Innenraum gezogen.

Im Anschluss habe ich die komplette Lenksäule inkl. Lenkrad und Stauchelement im Motorraum entfernt. Das Stauchelement sorgt im Falle eines Unfalls dafür, dass sich die Lenksäule nicht in den Innenraum schiebt. Für den Ausbau des Lenkrads, der für ein K.IT.T.-Replica nunmal sein muss, habe ich einen guten Lenkradabzieher verwendet. Hat man das richtige Werkzeug, ist das eine Sache von Minuten.

Montierter Lenkradabzieher am Lenkrad
Ein guter Lenkradabzieher ist eine große Hilfe, das Lenkrad ohne Beschädungen zu entfernen.

Nach dem Ausbau der Lenksäule macht der Innenraum schon einen sehr leeren Eindruck. Ich habe das komplette Armaturenbrett durch lösen der beiden seitlichen und mehreren oberen Schrauben gelöst und in einem Rutsch aus dem Auto gehoben.

Innenraum mit ausgebauter Lenksäule
Nach dem Entfernen der Lenksäule und dem Lösen der zentralen Steckverbindung kann das Armaturenbrett entfernt werden.

Sobald das erfolgt ist, blickt man auf einen wirklich leeren Innenraum. Übrig bleiben nur die Teile der Heizung/Lüftung und das Motorsteuergerät, dass ab Werk mit zwei Schrauben im rechten Bereich des Armaturenbretts verschraubt ist.

Innenraum mit ausgebautem Armaturenbrett
Fünfzehn Minuten später ist das Armaturenbrett ausgebaut – es sieht schlimmer aus, als es in Wahrheit ist.

Anstatt das Armaturenbrett einfach nur bis zum Einbau einzulagern, habe ich dieses weiter zerlegt. Alle Anbauteile gehen zum Sandstrahler bzw. in einen Galvanikbetrieb und den Kabelbaum werde ich mir ebenfalls nochmals vornehmen müssen. Diesen habe ich ja bereits Anfang 2014 umfassend überarbeitet und im Auto verbaut.

Ausgebautes Armaturenbrett auf der Werkbank
Der Instrumentenkabelbaum wird entfernt, da ich hier noch einige Leitungen für K.I.T.T. ersetzen werde.

Am nächsten Tag habe ich dann noch den Rest aus dem Auto entfernt: Heizungskasten, Lüftungsklappe und Dämmmaterial. Die Substanz des Fahrzeugs ist auch an dieser Stelle sehr erfreulich, ich habe keine großen Spuren von Korrosion gefunden.

Innenraum mit demontiertem Armaturenbrett und Dämmmaterial
Nach dem Entfernen des Heizungskastens und der Dämmfolie macht der Innenraum einen sehr leeren Eindruck. Korrosion ist glücklicherweise keine gefunden worden.

Sobald ich wieder Hilfe in der mysteriösen Halle habe, wird der Dachhimmel und die Gurte ausgebaut. Danach ist der Innenraum wirklich so gut wie leer und ein schönes Etappenziel erreicht.

Erkenntnis des Tages: Das hat Spass gemacht! Brauchte ich vor Jahren noch 8-10 h für eine solche Arbeit, schaue ich das heute in einem Bruchteil. Nichts ist schöner, als den eigenen Fortschritt zu entdecken.