Fortschritte an der Hinterachse

Hinterachse auf Montageböcken

Der Weg ist das Ziel – die Arbeiten an der Hinterachse ziehen sich länger als erwartet. Solange aber das Ergebnis stimmt…
Wie in „Hinterachsfragen“ berichtet, findet eine gesperrte Hinterachse ihren Weg in den Trans Am. Da ich ungern dreckige Sachen verbaue, habe ich in den letzten Wochen damit begonnen, diese für eine Säuberung und Lackierung zu zerlegen.

Das Altöl wurde bereits abgelassen und nun ist auch der Stift entfernt, der die C-Clips beider Steckachsen im Differential verriegelt. Was hier so einfach klingt, bedeutete in Realität über zwei Stunden Knochenarbeit – der Stift war rund gedreht und ließ sich nur noch mit Hammer und Meißel entfernen. Nach ca. 30 min. lagen ein gutes Dutzend Werkzeuge um den Arbeitsbereich herum, und minütlich wurden es mehr – der Zustand des Stiftes nach der erfolgreichen OP spricht für sich!

Stark in Mitleidenschaft gezogener Sicherungsstift der C-Clipse
Über zwei Stunden dauerte die Entfernung des vom Vorbesitzer rund gedrehten Sicherungsbolzens der C-Clipse.
Differential mit entferntem Sicherungsstift
An der Stelle des Loches sitzt der Stift und sichert auf diese Weise die C-Clipse der Steckachsen vor Verrutschen.

Irgendwann war er draußen und die Steckachsen konnten gezogen werden – neben einer Lackierung der Hinterachse werde ich auch die äußeren Dichtungen und Lager austauschen. Die Bremssattelträger zu entfernen hätte wieder so einfach sein können, wären nicht zwei Bolzen bei der Demontage abgerissen – auch hier dauerte es wieder gute zwei Stunden, bis alle Bestandteile chirurgisch entfernt wurden.

Entfernte Steckachsen der Hinterachse
Nach Entfernung des Sicherungsstifts sowie der C-Clipse lassen sich die Steckachsen einfach herausziehen.
Achsstummel mit demontiertem Bremssattelträger
Die Entfernung des Bremssattelträgers erwies sich dank abgerissener Bolzen ebenfalls als anspruchsvoll – konnte aber schlussendlich erfolgreich durchgeführt werden.

Ebenfalls begonnen habe ich mit den Schleifarbeiten an der Hinterachse. Mit einer Bohrmaschine samt Drahtbürstenaufsatz wird der grobe Rost und Schmutz entfernt, dann beginnt eine Behandlung mit POR-15 und entsprechenden Zusatzprodukten. Im Anschluss an die Lackierung wird die Achse mit neuen Lagern und Dichtungen wieder zusammengebaut. Das Differential bleibt während der Behandlung durchgängig in der Hinterachse, hier sehe ich keinen notwendigen Handlungsbedarf.

Offenes Differential mit entfernten Steckachsen
Das Differential verbleibt in der Hinterachse, für das Schleifen und Lackieren wird der Differentialdeckel montiert.

Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, dass die Bremssättel der Hinterachse fehlen – über diese habe ich ja in „Keine Kompromisse“ bereits berichtet. Leider ist der Überholsatz erst im Laufe dieser Woche angekommen, daher liegen die lackierten Bremssättel nach wie vor auf der Werkbank. Spätestens mit der Montage der Hinterachse werden auch diese wieder fertiggestellt.