Einfach mal Klappe halten

Wenn mein einen Trans Am nicht nur in ein K.I.T.T.-Replica umbaut, sondern zeitgleich auch restauriert,  darf es schonmal etwas länger dauern…
Manchmal ist es schwierig, seinen geplanten Weg zu gehen, wenn man links und rechts gleichermaßen überholt wird – doch für mich ist das hier kein Wettrennen, sondern die Erfüllung eines Traumes – und der darf gerne noch etwas dauern, wenn es dafür richtig anständig wird.

Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester habe ich damit verbracht, das im Beitrag Auf die Heizung, fertig, los! angesprochene Gehäuse der Heizung aufzuarbeiten. Das Gehäuse und seine Anbauteile wurden gesäubert und die Klappen und alle Halter geschliffen, grundiert und lackiert.

Schleifmaschine mit Heizungsklappe mit Gebrauchsspuren
Bei der Entlackung der Heizungsklappen leistete die Schleifmaschine sehr gute Arbeit…
Entlackte Heizungsklappe
Mit Schleifmaschine, Flex und per Hand wurden alle drei Klappen und die anderen Anbauteile entlackt…
Frisch grundierte Heizungsklappen auf dem Hallenboden
Vor dem schwarzen Decklack wird eine großzügige Schicht Grundierung aufgetragen…

Zur ersten Reinigung kann ich übrigens die Spülmaschine empfehlen – dies würde ich jedoch bei einem gemeinsam geführten Haushalt erstmal mit der Chefin besprechen – oder warten, bis sie auf der Arbeit ist! ;)

Wie auf den Bildern zu sehen, wurden die quasi nicht mehr existenten Schaumstoffabdeckungen der Klappen dabei restlos entfernt und gegen 2 mm dicke, selbstklebende Moosgummiplatten getauscht. Endergebnis war eine sehr saubere, professionelle Optik und eine gute Funktion – die Klappen dichten nun ausreichend sauber gegen das Gehäuse ab.

Lackierte Heizungsklappe
Die lackierten Heizungsklappen können sich sehen lassen – schade nur, dass man sie nie mehr sehen wird…
Heizungsklappen mit Moosgummi-Belag
Die Moosgummiplatten werden direkt auf die lackierten Heizungsklappen geklebt und dort zugeschnitten…

Auch am Gehäuse habe ich diverse Streifen Moosgummi verklebt, um die Ränder der einzelnen Teile abzudichten.  Anschließend habe ich die lackierten Halterungen und Klemmen erneut montiert und das Gehäuse wieder zusammengebaut.

Moosgummi-Streifen auf dem Heizungsgehäuse
Auch am Gehäuse werden Moosgummistreifen verbaut, um dieses möglichst luftdicht zu schließen…
Anbauteil des Gehäuses mit aufgeklebten Moosgummiplatten
Die Anbauteile des Gehäuses wurden ebenfalls nicht vergessen – das Moosgummi ist nahezu auf jedem Teil…
Fertiggestelltes Gehäuse auf dem Werkstattboden
Nach seiner Fertigstellung und der Montage aller Halterungen fehlt nur noch ein neuer Wärmetauscher…

Danach ging es endlich an den Trans Am – ich habe begonnen, das Armaturenbrett auszubauen. Um hier keine Platzprobleme zu bekommen, muss als erstes die Mittelkonsole raus.

Blick auf die Kontrollelemente mit entfernten Verkleidungen
Im Fahrzeug mussten bereits die ersten Teile weichen – die Mittelkonsole und Teile des Armaturenbretts wurden ausgebaut…

Natürlich ist es auch bei meinem Trans Am so, dass das nachträglich hinzugefügte EU-Radio nicht unbedingt sauber eingebaut wurde. Die Originalkabel wurden durchtrennt und mittels insgesamt drei (!) Lüsterklemmen eine Verbindung zu einem ISO-Stecker des EU-Radios hergestellt. Die nachträglich hinzugefügte (oder einmal ausgetauschte) elektrische Antenne wurde in den originalen Kabelbaum hineingelötet.

Ich habe die Chance genutzt und sämtliche nachträglich hinzugefügten Verbindungen getrennt. Beim Wiedereinbau (bzw. der Erneuerung der Hifi-Anlage) werde ich hier sowieso einige Änderungen vornehmen müssen.

Innenraum mit demontierter Mittelkonsole
Nach der Demontage der Mittelkonsole wird klar, das schon im Serienzustand nicht wenige Kabel unter der Mittelkonsole verlaufen

Beim Ausbau des Heizungs- und Klimareglers machte ich dann auch noch eine Entdeckung, warum die Heizung sich nie komplett deaktivieren ließ: Der dazugehörige Bowdenzug war komplett verbogen – so konnte das nicht funktionieren!

Unterseite des Heizungs- und Klimareglers mit Beschädigung des Bowdenzugs
In einem früheren Beitrag erwähnt, hier markiert: Der Grund, warum die Heizung nie ausging…

Leider machte mir am Ende des Tages das Wetter einen Strich durch die Rechnung – ich hatte die Temperaturen doch deutlich unterschätzt. Nichtsdestotrotz lagen am Ende der Session dann doch noch einige Teile auf der Werkbank!

Überblick über die heute ausgebauten Teile
Die aus dem Fahrzeug ausgebauten Teile vom heutigen Tage im Überblick

Zu dem (lösbaren) Problem mit dem Wetter kam noch ein organisatorisches: Der Trans Am steht aktuell auf der Hebebühne in der mysteriösen Halle. Dort die Lenksäule und das Armaturenbrett auszubauen, ist eher kontraproduktiv… ;) Ich werde morgen mit James, meinem Mitmieter, sprechen, wann wir die Autos umstellen können – aktuell steht sein Cabrio auf meinem Stellplatz.

Mal sehen, ob bis Ende Januar das Armaturenbrett raus – und der Weg zum alten Heizungsgehäuse frei – ist…