Es wächst zusammen, was zusammen gehört

Nachdem der Trans Am so schön sauber gemacht wurde, hat mich eine ganz andere Sache gestört – die Innenraumteile, die demontiert im selbigen rumflogen…
Allen Besuchern der mysteriösen Halle habe ich stets gepredigt, dass dieser Trans Am „eigentlich“ in einem recht guten Zustand ist. Natürlich hat mir das keiner geglaubt, auch wenn alle immer so dreckig gegrinst und genickt haben… ;) Nun, gestern habe ich die Bestätigung erhalten.

Abgeschottet
Der Trans Am verfügt über das seltene Storage Cover in der für das Baujahr korrekten Farbe…

Ich begab mich nach der Arbeit in die Halle, um noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Eigentlich wollte ich den Wagen nur abdecken, um erneuten Staubbefall zu vermeiden, aber wenn man einmal dort ist? So baute ich den Innenraum weitestgehend wieder zusammen.

Er ist wirklich in einem guten Zustand. Seltene Teile sind nicht gebrochen, er ist nahezu komplett und fast per Zugriff auf den Fundus wieder zusammenzustellen. Nach 30 Jahren darf ein Auto auch Patina aufweisen, dass gefällt mir sogar richtig gut – dieses Auto hat gelebt, aber überlebt!

Schwellerleisten
Die seltenen Schwellerleisten gab es in der Form nur 1982 – hier sitzt der Gurtroller ausschließlich im Dachhimmel…

Bis auf das lange Kofferraumelement auf der Fahrerseite ist der Innenraum nahezu komplett. Für dieses werde ich erstmal neuen Befestigungs-Pins besorgen – da hier der Bedarf recht hoch ist, werde ich mal einige Quellen anzapfen müssen, um auf „Masse“ zu kommen… ;)

Als ich die Rückbank ausbaute, um alle Verkleidungen zu befestigen, bemerkte ich dann noch ein nettes Detail: Die Rückbank der 82er Modelle ist nur an der Beifahrerseite verriegelt! Ja, auch ich lerne jeden Tag noch etwas hinzu… :)

Im Detail
Und wieder ein 82er Detail entdeckt: Die Rückbank ist nur an der Beifahrerseite verriegelt – später sitzen auf beiden Seiten Verriegelungen…

Nachdem ich die meisten Teile montiert habe, kam dann natürlich noch der große Augenblick: Ich deckte den Trans Am ab – an den Spuren auf der Abdeckung sieht man, dass diese einiges abhalten wird. Diese Aufwertung ist etwas ganz besonderes – die letzten Monate haben begonnen, dann darf er endlich auf die Straße. Aber auch hier habe ich bereits einige Ideen… ;)

Gut verpackt
Endlich ist der Trans Am sauber – damit es so bleibt, erfährt er eine Luxusbehandlung…

Mögen die Arbeiten beginnen

Es ist an der Zeit, neue Prioritäten zu setzen und anzufangen – es ist endlich Zeit, die Arbeiten an dem 82er Trans Am zu beginnen…
Gestern nach Feierabend ging es nochmal Richtung Halle – ich wollte endlich (!) mit den Arbeiten an dem 82er Trans Am beginnen, doch vorher musste ich etwas Platz schaffen. Die beiden V8-Motoren, die seit Wochen etwas gelangweilt mitten auf einem Stellplatz stehen, habe ich in unser Werkzeuglager geräumt – und dieses im gleichen Aufwasch noch mit aufgeräumt.

Voll, aber aufgeräumt
Das neue Werkzeuglager wird von den beiden V8-Motoren unter Tüchern dominiert, die für schlechte Zeiten auf ihren neuen Einsatz warten…

Was dann folgte, macht mich wirklich glücklich, denn ich erweckte den 82er Trans Am!

Winterschlaf
Viele, viele Monate stand der Trans Am auf seinem Stellplatz in der Halle – nun wurde es Zeit, umzuziehen…
Tageslicht
Ein Weg über die Hebebühne und der Wagen stand nach über drei Jahren endlich wieder an der frischen Luft…
Spuren der Zeit
Staubbilder sind was feines, auch am Trans Am erkennt man die langjährige Zwangspause…

Der rote Trans Am wurde also nach vielen, vielen Monaten endlich angeworfen und vor den Toren der mysteriösen Halle auf die letzte Etappe seiner „Wartezeit“ vorbereitet: Er wurde gewaschen! :)

Cold Water
Es war mir ein Bedürfnis, den Trans Am vor Einzug auf seinen neuen Stellplatz etwas abzuwaschen…
Schöner Rücken
Auch wenn sich am Fahrzeug nicht viel verändert hat, so macht sich eine einigermaßen saubere Karosserie doch deutlich wertsteigernd bemerkbar…
Angekommen
Zum ersten Mal in der Geschichte der mysteriösen Halle stehen ein 82er und ein 83er Trans Am nebeneinander…

Nun steht er sauber auf einem neuen Stellplatz neben dem 83er Teilespender und sieht direkt ganz anders aus wie vorher. Was das für die Zukunft bedeutet ist klar: Die Halle ist ein gutes Stück leerer und ordentlicher. Ich kann nun endlich damit beginnen, den 82er Trans Am auf sein H-Kennzeichen vorzubereiten – dieses wird Anfang 2013 in greifbare Nähe rücken. Zu guter letzt hat auch mein Freund James mehr als genug Platz für seine Autos auf der neuen, freien Fläche! :)

Wir waren wie Brüder
In meiner Ecke der Halle kann es nun richtig losgehen – die Restauration samt Vorbereitung auf ein H-Kennzeichen…
Feuer frei
Ich kann es kaum erwarten, mit den Arbeiten anzufangen – der 82er Trans Am wartet darauf, wieder Asphalt unter die Räder zu bekommen…

Der Schraubersommer kann kommen! Das einzige, was ich jetzt zum unmittelbaren Glück noch brauche, ist ein neuer Grill… :)

Der Traum vom Trans Am

Man soll nicht sein Leben träumen, sondern seine Träume leben – oder bei dem Versuch sterben…

Ab und passieren Dinge im Leben, die sich nicht mit dem Begriff „Zufall“ erklären lassen – hierzu gehört auch die Geschichte, die mich zu meinem Trans Am führte, den ich gestern in der Schweiz abholte.

Es geschah an einem Abend im vergangenen Monat. Es war spät, ich wollte gerade den iMac ausschalten und ins Bett gehen, da rutsche mein Mauszeiger erneut über den Bandit-Online-Link, den ich an diesem Abend schon oft angeklickt hatte. Der Link führte mich ins Forum und eine Anzeige weckte mein Interesse: „Was ist ein 82er Trans Am wohl noch wert“.

PMD. Original.
Der Trans Am ist mit einer tanfarbenen Innenausstattung ausgestattet, die exakt der in „Knight Rider“ verwendeten Farbe entspricht…

Ich zuckte zusammen bei diesem Satz, wie bei allen Dingen, die mit einem „Early Bird“, also den Fahrzeugen der Modelljahre 82-84 zu tun haben. Ich klickte auf den Beitrag und las eine Verkaufsanzeige aus der Schweiz. Der Verkäufer, innerhalb von BO als Kokuyo bekannt, trennte sich von seinem roten Trans Am. Ich war seit Jahren an diesem Auto interessiert, bzw. hatte die Beiträge von Kokuyo bei BO und in anderen Foren stehts aufmerksam verfolgt. Innerhalb von zwei Minuten war meine Private Nachricht an Kokuyo fertig und ein Dialog entwickelte sich.

An den folgenden Tagen schickten wir uns dutzende PN’s hin und her. Er erzählte mir alles und schickte mir Unmengen an Detailfotos – ich habe noch nie (!) einen Verkäufer gesehen, der sich so viel Mühe gegeben hat, wie er – und ich habe schon ein paar Autos in meinem jungen Leben gekauft… :) Schlußendlich war die Sache nach max. zwei Tagen klar und der Kauf beschlossene Sache.

Auf Spurensuche
Ein Mann und sein Trans Am – so sieht es aus, wenn Träume wahr werden…

Zwei Wochen wurde ich auf die Folter gespannt, bis ich gestern endlich, in einem Flieger Richtung Zürich saß. Ich hatte vorab Verschleißteile besorgt und Kerzen, Finger, Kappe, Kabel, Luftfilter, etc. über die Gepäckausgabe aufgegeben. In der Garage von Kokuyo angekommen, machte ich mich daran, zumindest Kappe, Finger und Kabel zu tauschen.

Nachdem dies erledigt war, konnte der erste Start erfolgen. Ernüchterung: Die Batterie war tot, leider hatte er vergessen, diese zu laden. Mit Starthilfe ging es dann doch, nach wiederrum quälend langen Sekunden lebte der Vergasermotor mit fünf Liter Brennraumvolumen endlich auf… :) Die Batterie jedoch war wirklich hin, für die komplette Fahrt nach Hause durfte ich den Wagen nicht mehr ausschalten – ein Neustart war unmöglich.

Dem Sonnenuntergang entgegen
Die Sonne neigt sich das letzte Mal für längere Zeit über dem Boliden – für einige Jahre muss er noch in die Garage…

Dann ging alles ganz schnell: Den mehr als fairen Kaufpreis an Kokuyo rübergereicht, zur Tankstelle gefahren, getankt und quer durch die Stadt zur Grenze – hier wurde dann noch Einfuhrzoll und Mehrwertsteuer bezahlt, damit der Trans Am nun offiziell in Deutschland willkommen. Björn, der mit mir das Knight-Rider-Board betreibt, kam mich an der Grenze besuchen und leistete erneut Starthilfe – wir erinnern uns, die Batterie war hinüber… :) Den Rest der Fahrt überstand der Trans Am ohne Neustart und ohne weitere Probleme! :)

Um die genauen Eckdaten des Trans Am einmal näher zu beleuchten, hilft vielleicht die folgende Auflistung:

  • 1982er Pontiac Firebird Trans Am
  • 5.0 l LG4 Vergasermotor
  • Rote Koni-Stoßdämpfer ringsum
  • Drei-Gang-Automatikgetriebe ohne Overdrive
  • Nachgerüstete Cowl-Induction-Haube („Formula-Haube“) in rostfreiem Zustand
  • Beige Innenausstattung, mit PMD-Sitzen in fairem Zustand
  • D80-Spoiler auf originaler Heckklappe ohne Heckscheibenheizung
  • 14″ Turbo Cast Rims im Kaufpreis enthalten (mittlerweile verkauft)
  • Guter Allgemeinzustand, Lackierung jedoch verwittert

Wo Licht ist, ist auch ein wenig Schatten:

  • Einer der Kotflügel (Beifahrerseite) wurde gegen einen Firebird-Kotflügel ausgetauscht, das Loch für den Air-Extractor nur grob hineingeschnitten.
  • Die Innenausstattung ist komplett zerlegt (aber wenigstens weitensgehend komplett).
  • Die Rückleuchteneinheiten waren bei Kauf defekt, sind aber mitterweile gegen intakte Bauteile ausgetauscht.
  • Der Dachhimmel ist zerstört und hängt, die T-Tops leider unverhältnismäßig stark zerkratzt (wahrscheinlich durch Lagerung außerhalb des Fahrzeugs).
  • Um die Schweizer Beleuchtungsvorschriften einzuhalten, wurden Parklampen in die originalen Blenden geschnitten – diese sind mittlerweile gegen Alternativteile ausgetauscht.

Der Plan ist, den Wagen zu seinem 30. Geburtstag als Oldtimer in Originalzustand anzumelden und dann erstmal einfach nur zu fahren. Bis dahin muss ich mich gedulden, denn bis dahin bleibt er stehen.

Jedes Mal, wenn ich nun in unserer mysteriösen Halle stehe, schweift mein Blick auf dieses rote Biest – ich kann es kaum erwarten, den Motor anzuwerfen und los zu blubbern… :)