Ausbau des Armaturenbretts

Um das Gehäuse der Heizung zu tauschen, muss das Armaturenbrett raus. Die folgenden Bilder sehen nach einer Menge Arbeit aus, dies ist auch vollkommen korrekt – doch der Job ist einfacher als gedacht!
Aller Anfang ist (nicht) schwer – neben den Verkleidungen des Schwellers und den Kickpanels habe ich am vergangenen Freitag die Sitze und Unterteile der Rücksitzbank ausgebaut, um mehr Platz zu haben und keine Flecken auf den seltenen Sitzen zu riskieren.

Das Dashpad (die obere Abdeckung des Armaturenbretts) und alle Verkleidungen des Armaturenbretts waren danach relativ schnell ausgebaut. Da mein 82er Trans Am noch über eine Tachowelle verfügt, habe ich auch den Instrumentencluster ausgebaut und sicher weggelegt.

Innenraum mit demontiertem Dashpad
Das Dashpad und die Verkleidungen des Armaturenbretts müssen vor der weiteren Demontage ab…
Innenraum mit ausgebauten Sitzen
Auch die Sitze wurden sicherheitshalber ausgebaut – bei seltenen PMD-Sitzen sollte mein keine Flecken riskieren!
Innenraum mit ausgebauten Rücksitz-Unterteilen
Der Vollständigkeit halber wurden auch die Unterteile der Rücksitzbank ausgebaut und zu Hause eingelagert…

Der Kabelbaum des Firebirds besteht – wie fast alle Kabelbäume in heutigen Fahrzeugen – aus modularen Einzelbestandteilen, die sich bei Bedarf recht einfach voneinander lösen lassen, vorausgesetzt, man kennt die entsprechenden Verbindungsstellen!

Im Falle des Kabelbaums der Elektrik des Armaturenbretts ist dies der Zentralstecker C100, der im Motorraum auf der Firewall sitzt. An der Buchse, die aus dem Fahrzeugraum kommt, sind zwei Stecker für Beleuchtung und weitere Einbauten befestigt. Durch das Lösen einer Sechskantschraube lassen sich die Verbindungen trennen und die komplette Buchse nach innen ziehen.

Stecker C100 im Motorraum
Der zentrale Stecker der Armaturenbrettelektrik, Bezeichnung C100, sitzt an der Firewall, Fahrerseite Oben…
Gegenstück des Steckers im Innenraum
Von Innen kann das Gegenstück nach Demontage der Stecker in den Innenraum gezogen werden…

Neben der Verbindung nach „außen“ gibt es unter der Lenksäule noch weitere Verbindungen, unter anderem zum Verteilerkasten, der hinter dem fahrerseitigen Kickpanel sitzt. Je nach Umfang der Sonderausstattungen müssen hier einige Verbindungen getrennt werden. In diesem Bereich befindet sich auch die Verbindung zum Kabelbaum, der zum hinteren Teil des Fahrzeugs führt, auch diese Verbindung muss für den Ausbau des Armaturenbretts getrennt werden.

Gebündelte Stecker unterhalb der Lenksäule
Stück für Stück wurden alle relevanten Verbindungen an Fahrer- und Beifahrerseite getrennt. Der C100 wurde in Papiertücher gepackt, da dieser recht vollgepappt mit Kontaktfett ist.

Um die Lenksäule zu demontieren, werden im Innenraum insgesamt drei Schrauben an der Firewall und zwei Muttern an der vorderen „Schelle“ der Lenksäule gelöst. Die Lenksäule selber ist im Motorraum mit einer Schraube samt Kontermutter mit dem Kompressionselement verbunden, dass im Falle eines Unfalls komprimiert wird und so verhindert, dass die Lenksäule in den Innenraum stößt.

Verbindung der Lenksäule zum Kompressionselement im Motorraum
Die Lenksäule ist nur mit einer Schraube mit dem Kompressionselement verbunden – nach der Lösung von fünf weiteren Schrauben im Innenraum…

Bevor das Lenkrad mit sanfter Gewalt in den Innenraum gezogen und abgelegt werden kann, müssen noch fünf elektrische Steckverbindungen getrennt werden. Der Einsatz eines Messers oder von Gewalt ist hier – wie überall bei diesen Arbeiten – nicht notwendig!

Ausgebaute Lenksäule im Innenraum
… kann das Lenkrad abgelassen und ausgebaut werden – insgesamt fünf Stecker sind an der Lenksäule noch zu lösen!

Nach dem Ausbau der Lenksäule und der Trennung aller elektrischen Verbindungen ist der Ausbau des Armaturenbretts ein problemloser Prozess. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass das ECM auf der Beifahrerseite ausgebaut wird oder die Steckverbindungen gelöst werden müssen. Vom Motorkabelbaum, der hinter dem Kickpanel der Beifahrerseite ins Fahrzeug führt, sind noch zwei weitere Stecker zu lösen, die die beiden Kabelbäume miteinander verbinden.

Oberhalb des Armaturenbrettträgers befinden sich nun noch einige Schrauben, die letzten beiden befinden sich unter der linken und rechten Ecke. Im Anschluss kann das Armaturenbrett aus dem Fahrzeug gehoben werden. Leider haben sich in meinem Fall zwei der oberen Schrauben sehr quer gestellt und konnten nur mit der Metallsäge entfernt werden – ein mühsamer Akt, aber die einzige Notwendigkeit von „roher Gewalt“ während der gesamten Arbeiten!

Herabgelassenes Armaturenbrett vor der Entfernung aus dem Innenraum
Der Armaturenbrettträger selber ist noch mit fünf bis acht Schrauben mit der Karosserie verbunden…
Innenraum mit ausgebautem Armaturenbrett
… hat man alle Verbindungen gelöst, kann das Armaturenbrett sauber herausgehoben werden.

Sobald das Armaturenbrett entfernt ist, hat man einen wunderbaren Blick auf die Firewall samt dem alten Gehäuse der Heizung. Im nächsten Schritt wird diese alte Heizungsanlage samt Kabelbaum komplett entfernt und gegen die aufgearbeitete Variante getauscht.

Blick in den Innenraum mit ausgebautem Armaturenbrett
Der alte Heizungskasten ist nach Entfernung des Armaturenbretts hervorragend erreichbar…

Da für den Umbau auf K.I.T.T. einige Schnittstellen zum originalen Kabelbaum geschaffen werden müssen, ich aber gleichzeitig die originale Struktur des Fahrzeugs nur ungern beschädigen möchte, habe ich einen gewagten und ehrgeizigen Plan – der komplette Kabelbaum des Armaturenbretts wird gegen eine Variante aus dem Fundus getauscht. Dieser wird händisch überprüft, repariert, die Schnittstellen eingearbeitet und dann verbaut. Diese Arbeit werde ich parallel zum Tausch des Gehäuses in den nächsten Tagen und Wochen durchführen.

Armaturenbrett auf der Werkbank
Beim Ausbau des Armaturenbretts kam mir die Idee, den Kabelbaum gegen einen aus dem Fundus zu tauschen…

Nach dem Ausbau des Armaturenbretts war dann nachts um 3 Uhr endlich der wohlverdiente Feierabend da. Am darauffolgenden Samstag war ich allerdings erneut in der Werkstatt und habe u.a. das Gehäuse ausgebaut – doch über diese Arbeiten berichte ich in den nächsten Tagen…