Auf die Heizung, fertig, los!

Die Heizung im Trans Am ist scheinbar dauerhaft an, das Bedienelement schwergängig und ungenau und die Klimaanlage wurde bereits im Sommer entfernt. Auf Dauer eine doch eher ungünstige Kombination, die es nun aufzulösen gilt.
Neben den im Beitrag Kalt und Warm gezeigten 1LE-Gebläsekasten habe ich auch ein passendes Gehäuse für den Wärmetauscher im Innenraum besorgt. Im Gegensatz zu den mit Unterdruck gesteuerten Klappen der Gehäuse mit Klimaanlage reduzieren sich die Ansteuerungen des neuen Gehäuses auf mechanische Bowdenzüge.

Wärmetauscher in Verpackungsfolie verpackt nach Erhalt
Selten habe ich ein so gut verpacktes Paket aus den USA erhalten wie das neue Gehäuse für den Wärmetauscher.
Ausgebautes Bedienelement für Luft- und Temperatur
Der reduzierte Temperatur- und Luftregler lässt die Stellungen der Klimaanlage komplett vermissen. Gut zu sehen: Die drei Bowdenzüge, keine Unterdruckleitungen.

Klingt simpel, ist simpel, kann nicht kaputt gehen – im Prinzip also eine gute Sache. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Luftduschen im Armaturenbrett: Die Modelle ohne Klimaanlage haben keine seitlichen Duschen sondern nur die Duschen in der Mitte. Auch hier gibt es einen positiven Nebeneffekt: Da mit den seitlichen Luftduschen auch die Kanäle entfallen, bleibt im Armaturenbrett mehr Platz (Tiefe) für die Lautsprecher. Schlussendlich ist es unter dem Knight-Rider-Dash relativ egal, ob an der Seite Luftduschen verbaut sind, und original ist eine solche Rückrüstung ebenfalls.

Wir sprechen hier jedoch von einer Restauration – und daher ist vorab eine gründliche Reinigung der Teile angesagt. Der Staub von 30 Jahren hat sich angesammelt, die metallenen Klappen sind stark verrostet und haben ihre Spuren davongetragen. Ich habe daher das Gehäuse und sämtliche Teile komplett zerlegt und zur Aufarbeitung bereitgestellt, da sich in meinem Fundus die meisten Teile in mehrfacher Ausfertigung haben finden lassen, lässt es sich ohne Zeitdruck und zerlegtes Fahrzeug auch entspannt von zu Hause arbeiten.

Zerlegtes Gehäuse für den Heizungskühler
Nach der Reinigung sind die Kunststoffteile bereit für die erneute Montage.

Eine nicht-originale Modifikation an den Luftkanälen war dennoch notwendig – da die seitlichen Kanäle entfallen, mussten die Öffnungen verschlossen werden. Da die entsprechenden Teile selten und teuer sind, habe ich ein vorhandenes Teil umgebaut. Zwei zugeschnittene Platten aus Lexan per Heißkleber verklebt und lackiert, fertig ist ein luftdichter Verschluss, der sich zur Not auch wieder entfernen lässt. Nicht unbedingt schön, nicht original – hier aber zweckmäßig und absolut zu tolerieren.

Demontiertes zentrales Gehäuse der Heizung
Da die Ausführung dieses Teils ohne Klimaanlage selten ist, wurde das bestehende Teil kurzerhand umgebaut.
Geschlossene Luftkanäle am zentralen Gehäuse
Die seitlichen Luftduschen werden nicht mehr benötigt, die dafür notwendigen Ausgänge wurden mit Lexanplatten verschlossen.

Die weiteren Schritte sind das Zuschneiden neuer Schaumstoffstücke und die Lackierung der Klappen des Gehäuses – dann kann der Zusammenbau und der Einbau ins Fahrzeug erfolgen… es ist schön zu sehen, wie Restauration und Replicabau parallel (und ohne Zeitdruck) vorangetrieben werden können.