Der Mann

Marcel vor K.I.T.T. am Tag vor dem Verkauf

Ein Mann und sein(e) Auto(s). Es gab nicht nur einen Firebird in meinem Leben, und ebenso nicht nur einen K.I.T.T. – mein aktuelles Projekt ist bereits der zweite Umbau.

Marcel ist mein Name, wohnhaft bin ich in Erftstadt in Köln, und seit meinem 19. Lebensjahr fahre ich Pontiac Firebirds. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit, beschäftige ich mich doch schon weitaus länger mit diesen tollen Fahrzeugen. Es fing im Kindesalter an – im Alter von sechs Jahren sah ich zum ersten Mal „Knight Rider“, eine Erfahrung, die mein Leben maßgeblich beeinflussen sollte.

Ich in der Geisterstadt Bodie im Sommer 2010
Auf einer Reise quer durch die USA machte ich mit meinen Lieben auch Halt in der Geisterstadt Bodie

Ich war ein Fan – doch ich wurde älter, und Interessen verlagern sich, doch „Knight Rider“ hatte immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Durch das neu entdeckte Internet begann ich Ende der 90er-Jahre wieder, mich mehr mit der Serie und vor allem dem Fahrzeug zu beschäftigen: Dieser Pontiac Firebird Trans Am, den muss man doch auch in Deutschland bekommen können? Mein Traum wurde geboren.

Ende 2003 war es endlich soweit. Mittlerweile sehr aktiv in der „Knight Rider“-Szene, konnte ich mir endlich einen Pontiac Firebird vor die Haustüre stellen. Und kurz darauf den zweiten, denn der erste war ein Modell mit Schaltgetriebe.

Ich bei dem PKF-Treffen in Moers im Mai 2011, zusammen mit anderen Replica-Fahrern
Auf dem Treffen des Project-K.I.T.T. e.V. in Moers im Mai 2011, bei dem viele Replicas aus ganz Deutschland zusammen kamen

Das Jahr 2004 war ein wertvolles – ich habe nicht nur viel über den Firebird gelernt, sondern auch viele Freunde gewonnen. Ich verbrachte eine wunderbare Saison und besuchte diverse Treffen, bis der Wagen in der Winterpause 2004/2005 komplett zerlegt und fast alle Karosserieteile getauscht wurden, die ich in den Wochen und Monaten vorher eifrig sammelte.

Mit Abschluss der Komplettlackierung im Mai 2005 in Hamburg fuhr ich eins der ersten K.I.T.T.-Replicas in Deutschland. Das Fahrzeug war von außen kaum von dem großen Vorbild zu unterscheiden, einen Innenausbau habe ich jedoch nicht durchgeführt. Einer von vielen Gründen war die knappe knappe Zeit, denn dieses Hobby führte zu einer Leidenschaft für US-Fahrzeuge: Vans, SUVs und Station Wagons wurden bewegt. Durch meine Hände gingen in meinem Leben schon weit über zwanzig Fahrzeuge, darunter über zehn Firebirds.

Die „mysteriöse Halle“ ist mittlerweile ebenfalls vielen ein Begriff. Mit meinem Freund James schraube ich dort an unseren Projekten, in den letzen Jahren wurde sie immer besser ausgestattet und dank Hebebühne, umfangreicher Werkzeugausstattung und einigen Annehmlichkeiten möchten wir sie nicht mehr missen.

K.I.T.T. und ich in der Parkanlage meines Arbeitgebers
Fahrer und K.I.T.T. im Oktober 2011 in der Parkanlage meines Arbeitgebers, bereit zur Abfahrt

Im Sommer 2011 fand ich neben allen Projekten zu meinem Firebird zurück. Ich machte meinen Firebird nach einigen Jahre Pause wieder flott und fuhr ihn in „ziviler“ Optik. Neben dem Firebird gab es mittlerweile einen seltenen 82er Trans Am in der mysteriösen Halle, ein Traum, der nach langer Zeit endlich wahr wurde. Doch zwei Firebirds wurden mir zu viel.

Die KNIGHT Con 2012 in England führte dann zu einer Entscheidung: Mir wurde klar, das es wieder ein „K.I.T.T.“-Replica werden muss – ein richtiges, innen und außen umgebaut. Ich entschied mich, neu anzufangen, und habe meinen Firebird nach über neun Jahren verkauft. Mein Weg, ein neues Replica zu bauen, dokumentiere ich hier in diesem Blog.