Impressionen einer Vorderachse

Bekanntlich werden bei einer Restauration alle Teile einer Verjüngungskür unterzogen: Aktuell nimmt die Vorderachse Formen an.

Der Vorderachsträger, die Querlenker, die Achsschenkel und die Staubschutzbleche der Scheibenbremsen wurden gestrahlt. Vor über einem Jahr waren bereits die Federn und Stabilisatoren (WS6-Ausstattungspaket) bei meinem Sandstrahler, der Fa. Dunkel-Strahltechnik, zu Besuch.

Auf dem Vorderachsträger, den Federn, Stabilisatoren und Querlenkern kam anschließend POR15-Korrosionsschutz-Lack zum Einsatz, da ich einer Pulverbeschichtung im Steinschlagbereich noch nicht 100%ig vertraue. Der Lackauftrag lässt sich hier deutlich einfacher ausbessern, sollte es einmal zu einem Abplatzen kommen. Vielleicht werde ich eines besseren belehrt und nehme in drei Jahren alles nochmals auseinander, aber aktuell bin ich mit dieser Entscheidung zufrieden.

Die Achsschenkel und die damit verbundenen Staubschutzbleche wurden im Gegensatz zum Lack in einem schicken, matten Schwarz pulverbeschichtet. Johannes Busch aus der Pulverbar in Weilerswist hat hier – wie schon vorher – hervorragende Arbeit geleistet. Mir hat das Ergebnis bei der Abholung so gut gefallen, dass ich nachträglich noch alle Bremssättel habe bearbeiten lassen – diese erstrahlen in einem glänzenden Rot.

In den nächsten Tagen werde ich die Einzelteile zu einer weiteren Baugruppe zusammenfügen. Die dafür notwendigen Schrauben, Muttern und Scheiben wurden gereinigt und in schwarz bzw. galvanisiert, die treuen Kenner meiner Facebook-Seite haben hier bereits die Fotos gesehen.

Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen wieder wärmer und alle Fäden der vergangenen Wochen und Monate laufen langsam zu einem vielversprechenden Ergebnis zusammen.

Die Entstehung eines V8 (Teil 2)

Und weiter geht es: Neben der Steuerkette finden auch die Köpfe wieder ihre Position im und am neuen Motor.

Eine Anmerkung vorab: Ja, ich lasse das Schreiben auf myKNIGHT.de aktuell wieder sehr schleifen. Das tut mir leid, aber ich nutze meine wenige Freizeit aktuell eher für das Projekt als für die Dokumentation.

Natürlich ging es am Motor weiter: Nach der Montage der Steuerkette konnte der neuer Steuerkettendeckel montiert werden. Dies verfügt über einen Chevrolet-Schriftzug in rot – der Motor soll natürlich im originalen blau lackiert werden. Da der Deckel nach der Montage der Aggregate nicht mehr so gut zu sehen sein wird, schaue ich über diese kleine optische Einschränkung hinweg.

Auch die Köpfe konnten endlich montiert werden. Dies war relativ unspektakulär und binnen einer Stunde erledigt. Vorab wurde Zylinder 1 auf den oberen Totpunkt eingestellt, um die weitere Montage zu vereinfachen. Im nächsten Schritt steht dann die Montage der Ölwanne, des Ventiltriebs und der Ansaugbrücke an – bis Anfang Februar sollte ich damit durch sein.

Weitere Informationen findet ihr in den Beschreibungen der einzelnen Bilder – viel Spaß beim lesen!

Die Entstehung eines V8 (Teil 1)

Stück für Stück wächst das neue Herz von K.I.T.T. heran. V8, 5.0 l Hubraum, überwiegend Neuteile – und ein schöner Bausatz für Erwachsene.

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, auch beim Motor keine Kompromisse einzugehen. Der Block wurde daher komplett überarbeitet und überwiegend Neuteile verwendet. Teile, die wiederverwendet werden, wurden vorher eingehend geprüft und aufgearbeitet.

Leider fehlte im gelieferten Satz neuer Kolbenringe ein Ölstreifring – daher konnten nur sieben der acht Kolben final durch den Motorenbauer montiert werden. Ich habe dies am vergangenen Wochenende nachgeholt und auch die Froststopfen sowie die Ölpumpe montiert.

Bei der Ölpumpe ist es wichtig, dass der sog. „Screen“, der als Aufnahmerüssel für das Öl dient, auf der richtigen Höhe montiert wird. Ich habe mich an der alten Ölpumpe orientiert und den Screen darüber hinaus mit einem Schweißpunkt gegen Bewegung gesichert.

Leider habe ich die Keile für die Kurbelwelle verlegt, die ich benötige, um die Steuerkette montieren zu können. Aktuell ist also Pause angesagt, der Motor wurde daher wieder in mehreren Lagen Frischhaltefolie verpackt – die mysteriöse Halle ist kein Reinraum, und Staub in den Buchsen der Zylinder kommt überhaupt nicht gut. In ca. 14 Tagen geht es weiter mit der Montage, dann sollten auch die Köpfe bereits montiert sein.

Ich empfehle euch eine Lektüre der Bildergalerie, wenn ihr wissen möchtet, wie ein Kolben in einem V8 korrekt montiert wird… ;)

Zwischen Tür und Angel

K.I.T.T. soll bald endlich auch seine optische Veredelung durch Entlackung und Lackierung erhalten. Doch dafür muss erstmal alles zu hundertprozentig passen.

Die Beifahrertüre macht mir Sorgen. Ich hatte die Problematik in Bitte Abstand halten und Ersatztüre Nummer 2 bereits angesprochen, sowas bleibt bei einem 30 Jahre alten Fahrzeug leider nicht aus.

Die Originaltüre wird behalten, diese Entscheidung ist mittlerweile klar. Ich habe die originalen Scharniere entfernt, diese waren mit der Türe verschraubt und zusätzlich verschweißt – definitiv ein Fremdeingriff. Aus dem Fundus besorgte ich mir eine Beifahrertüre und ein paar Minuten später war diese nur noch 1/4 so lang wie ab Werk.

Ich werde die Türscharniere entfernen und diese an meine originale Türe anpassen. Dies ist ein enormer Aufwand und nicht ganz ohne Risiko, doch ich habe bisher keine Kompromisse akzeptiert und fange bei der Beifahrertüre auch nicht damit an. Wenn diese sauber sitzt, ist ein großer Schritt Richtung Lackierung getan!

Mysteriöse Halle 2.0

So ist es oft im Leben: Nach jahrelanger Betriebsblindheit geht einem irgendwann ein Licht auf, und man hat eine bewegende Idee.

So erging es mir am vergangenen Montag: Ich hatte den Motor abgeladen und mit dem Motorständer verschraubt und dachte kurz vor Feierabend: „Warum steht eigentlich deine Werkbank nicht an der großen Wand? Die dort vorhandene Stufe würde sich dafür doch anbieten?“

Eine unruhige Nacht später war mir klar, dass ich meine Idee in die Tat umsetzen musste. Ich habe K.I.T.T. spontan wieder das „laufen“ beigebracht und dank der Hilfe meines Freundes Thomas wurde die (ebenfalls rollbare) Werkbank an die neue Position verschoben. Gestatten: Mysteriöse Halle 2.0.

Bereits nach wenigen Minuten war ich restlos überzeugt. Die Anordnung von Werkbank, Werkzeugwagen, Ablagebereich und der neuen Chill-Ecke ist zu 100 % besser als das vorherige Konstrukt.

Manchmal dauert es halt etwas länger, aber solange das Ergebnis stimmt…